14. November 2020

Eindrücke der Art Taipei 2020

Eindrücke von Asiens herausragender Kunstmesse

Die Art Taipei konnte wie geplant zwischen dem 23. und 26. Oktober 2020 stattfinden. Obwohl Taiwan engste wirtschaftliche Beziehungen zu China unterhält, und täglich Tausende Flugreisende zwischen beiden Staaten verkehren, konnte Taiwan die Infektionszahlen dank rigider Maßnahmen niedrig halten. Denn über das gesamte Jahr gab es in Taiwan bisher nur ca. 500 Infizierte. Deshalb läuft das Leben wie gewohnt weiter, und so konnte auch eine der wichtigsten Kunstmessen Asiens wie geplant stattfinden. Hier zeigen wir einige Eindrücke der Kunstausstellung.

Taipei Art 2020 im Welthandelszentrum, unweit des 101 Wolkenkratzers

Leitmesse für Kunst aus Asien

Taipei Art gehört zu den wichtigen Kunstmessen in Asien. Taiwans Hauptstadt Taipeh ist eine der vielfältigsten Metropolen Asiens mit einer bunten Kunstszene. Das demokratische Taiwan wird militärisch permanent von China mit Kriegsdrohungen überzogen. Dennoch ändert das nichts daran, dass die 23 Millionen Einwohner zählende Insel über ein großes kreatives Potential verfügt. In diesem Jahr hat COVID-19 die Welt im Griff. In Taiwan allerdings schaut man auch auf das Schicksal Hongkongs. China hat Hongkong und die Bevölkerung entgegen internationaler Abkommen mit dem Vereinigten Königreich in seinen freiheitlichen Rechten stark eingeschränkt. Doch Taiwan, das befürchtet als nächstes an der Reihe zu sein, hofft auf internationale Unterstützung. Deshalb wird das Schicksal Hongkongs auch künstlerisch bearbeitet (siehe unten).

Hongkong als Arche Noah. Wohin geht die Reise für Taiwan?

Art Taipei 2020 – Trends asiatischer Kunst

Die Art Taipei zeigt in 2020 ein weites Spektrum asiatischer Kunst, oft von Galeristen aus Taipei im COVID-Jahr. Die reiche Metropole hat in den letzten Jahren erheblich an Standing in der internationalen Kunstwelt gewonnen. In den übersichtlichen Zeiten, in denen wir leben, lässt sich kein eindeutiger Kunsttrend erkennen. Das gilt auch für die Art Taipei. Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Objektkunst, und Collagen werden zum Teil schon gerahmt oder auch ohne Bilderrahmen angeboten. „Den“ eindeutigen Kunsttrend gibt es also nicht. Aber die Tatsache, dass viele Künstler versuchen, verschiedene Kunstkulturen (Asien-Westen) zu integrieren, zeugt vom Wunsch nach mehr Zusammenhalt auf dem kleiner werdenden, fragilen Planeten. Deshalb ist die Taipei Art auch wichtig für Taiwan und die internationale Kunstwelt.

Überdimensional, dreidimensional, einfach gut. Natürlich seeeehr stark von van Gogh inspiriert.
Moderne Kunst in Taipei: Auch europäische Künstler sind von asiatischer Kunst inspiriert
Hier fehlt doch ein Bilderrahmen?
Viele Bilder wurden bereits auf der Kunstmesse verkauft und waren mit einem (hier ncht sichtbaren) kleinen roten Punkt an der Beschreibung beklebt.
Taipei Art 2020
Die Natur leidet und muss viel aushalten und „tragen“. Oder wie würden Sie dieses Bild interpretieren?
24. Oktober 2020

Vincent van Gogh: Künstler der Rekorde

Der niederländische Expressionist fasziniert mehr denn je

Vincent van Gogh (1853-1890) ist weltweit einer der bekanntesten Maler, die je gelebt haben. In seinem nur 37 Jahre währenden Leben schuf der bekannteste Expressionist rekordverdächtige 2100 Werke. Seine Sonnenblumen gehören zu den bekanntesten Gemälden überhaupt, beliebt und berühmt im Westen genauso wie in Asien. 1990 hat ein japanischer Kunstsammler im New Yorker Auktionshaus „Christie’s“ sage und schreibe 82,5 Millionen US$ für das bislang teuerste van Gogh-Gemälde „Portrait des Dr. Gachet“ hingeblättert (nach heutigem Kurs etwa 160 Millionen). in 2017 wurde für „Acker mit pflügenden Bauern“, ebenfalls in New York, 81,3 Millionen US$ gezahlt. Vincent van Gogh ist ein Maler der Rekorde, wie sich auch an anderen Zahlen veranschaulichen lässt.

Vincent van Gogh Portrait von Dr. Gachet
Das Gemälde „Portrait von Dr. Gachet“ befindet sich nach wie vor in Privatbesitz in Japan: Es gehörte einst dem Frankfurter Städel-Museum, wurde jedoch von den Nazis 1937 als entartete Kunst bewertet und veräußert.

Rekordpreise bei Auktionen

2018 hat ein Frühwerk des Künstlers, die „Netzflickerinnen in den Dünen“, über sieben Millionen € Auktionserlös erzielt. Laut Auktionshaus Artcurial war das ein Rekorderlös für ein van Gogh Landschaftsbild. Die Schätzungen gingen zuvor von drei bis fünf Millionen € aus. Van Gogh war 29 Jahre alt, als er das Werk 1882 vollendete.

Vincent van Gogh, der zu Lebzeiten kaum ein Bild verkaufen konnte, wäre froh gewesen, wenn er eine Version seiner Sonnenblumen für 125US$ hätte verkaufen können. Am 31. März 1987, zum 134. Geburtstag des Künstlers, wurde das Bild für fast 40 Millionen US$ auf einer Auktion von Christie’s ebenfalls nach Japan verkauft. Heute befindet es sich jedoch in der National Gallery London.

Sonnenblumen von Vincent van Gogh 39 Millionen US$ 1987
Wurden 1987 rekordverdächtig nach Japan versteigert: Die Sonnenblumen von van Gogh

Rekordbesuch bei Ausstellungen

2008 hat die Vincent van Gogh-Austellung in der Wiener Albertina 500 000 Besucher angelockt. Mit bis zu 6000 Besuchern pro Tag war das die bisher efolgreichste Ausstellung in Österreich. Und das will schon was heißen, denn vorige Ausstellungen hatten mit Albrecht Dürer, Peter Paul Rubens oder Pablo Picasso ebenfalls Hochkaräter. Picasso lockte mit 400 000 Besuchern aber doch klar weniger an. Bei einem Gesamtversicherungwert von rund drei Milliarden € war zur Deckung der Kosten aber auch besonders viel Zustrom nötig.

Auch das Frankfurter Städel-Museum konnte einen Rekordandrang zu Ehren van Goghs vermelden. Vom 23. Oktober 2019 bis zum 16. Februar 2020 wurden die 50 Werke von van Gogh von sogar mehr als 500 000 Kunstfreunden bewundert. Dies war in der 200jährigen Geschichte des Städel die meistbesuchte Ausstellung überhaupt. Übrigens war das Portrait von Dr. Gachet einst im Besitz des Städel-Museums. Allerdings war bei der Ausstellung diesmal lediglich der vergoldete Bilderrahmen zum Meisterwerk zugegen. Die Nazis hatten das Bild einst als entartete Kunst gebrandmarkt und veräußert.

Sowohl in Österreich als auch in Deutschland waren diese die ersten van-Gogh-Ausstellungen seit rund 20 Jahren.

Museum der Rekorde in Amsterdam

Am meisten Besucher zieht aber selbstverständlich das van-Gogh-Museum in Amsterdam an. Mit 2,3 Millionen Besuchern jährlich ist es zugleich das meistbesuchte Museum in den Niederlanden. Weltweit gehört es zu den Top-25 der Museen. Dort sind 200 Gemälde und 400 Zeichnungen sowie 700 seiner etwa 800 geschriebenen Briefe untergebracht.

Es nimmt wohl nicht Wunder, dass auch der größte Kunstdiebstahl in den Niederlanden seit dem zweiten Weltkrieg mit van Gogh zu tun hat. 1991 wurden zwanzig seiner Gemälde aus dem Amsterdamer van-Gogh-Museum gestohlen. Allerdings machte eine Reifenpanne dem Coup einen Strich durch die Rechnung. Die zwei Kunsträuber mit zwei Museumswärtern wurden von der Polizei geschnappt und verbüßten langjährige Haftstrafen. Die Bilder hatten einen Wert von mehreren Hundert Millionen €.

Vincent van Gogh – der berühmteste Maler der Welt?

Wer nach dem „berühmtesten Maler der Welt“ sucht, der wird kaum auf eine Top-Ten-Liste stoßen, die nicht auch den Namen Vincent van Gogh enthält. Mit Sicherheit ist er der bekannteste Künstler des Expressionismus, der maßgeblich die Kunst des 20. Jahrhunderts beeinflusst hat. In den Niederlanden muss er sich den Spitzenplatz der bekanntesten Holländer höchstens mit einem anderen Künstler teilen: dem Fußballidol Johan Cruyff.

6. September 2020

Das teuerste Gemälde von Picasso: Die „Frauen von Algiers“

Das teuerste Gemälde von Picasso sind die „Frauen von Algiers“, ein abstraktes Gemälde eines Harems. Als in 2015 Pablo Picassos Gemälde „Die Frauen von Algiers“ in der Version O auf einer Christie’s Auktion in New York versteigert wurde, war es damals das teuerste jemals versteigerte Gemälde. Es zeigt vier barbusige Haremsdamen in kräftigen Farben und abstrakt gemalt. Das Bild erzielte einen Rekordpreis von 160 Millionen Dollar (Gebühren kamen noch hinzu). Nur eineinhalb Jahre zuvor war der Tryptichon „Three Studies of Lucien Freud“ von Francis Bacon mit rund 142 Millionen Dollar das teuerste Gemälde. 1997 war der Picasso noch für 32 Millionen Dollar erhältlich. Was machte dieses anderthalb mal einen Meter großes Gemälde so teuer? Und warum erzielen diese Bilder überhaupt diese astronomischen Preise?

Große Meister, hohe Preise und Geldanlage

Nun, es gibt zahlreiche Gründe, warum Gemälde verstorbener Großmeister astronomische Auktionspreise erzielen. Erstens kommen keine neuen Werke verstorbener Meister mehr hinzu. Zweitens werden die bekanntesten Bilder in staatlichen Museen großer Meister nicht auf dem Markt angeboten. Es gibt also eine staatliche Verknappung bei den berühmtesten Bildern. Außerdem ist der Kunstmarkt preislich auch ziemlich aufgeheizt, was die schnellere Abfolge von Rekorderlösen bei Auktionen gerade in den letzten Jahren zeigt. Und drittens sind Kunst und Gemälde nicht zuletzt eine beliebter gewordene Anlage, insbesondere wenn andere Anlageklassen an Vertrauen verlieren, bzw. Großanleger ihre Investments stärker diversifizieren möchten. Mittlerweile bieten Investmentfonds auch für Kleinanleger Möglichkeiten, in Kunst zu investieren. Mit wenig Geld könnte man also den einen oder anderen Quadratmillimeter hoher Kunst erwerben. Auch Banken wie die Hypovereinsbank mischen mit und geben Einsteigern Tipps. Aber das wäre ein anderes Thema.

Insgesamt aber dürfte ein zentraler Grund für diese astronomischen Preise viertens auch die immer größer werdende Anzahl von Milliardären weltweit sein, insbesondere auch in Schwellenländern.

Was macht Picassos Frauen von Algiers so besonders?

Neben diesen allgemeinen Trends gibt es aber auch einige spezifische Gründe, die den hohen Preis des Gemäldes erklären. Das Bild ist eines von 15 gleichartigen Gemälden und wird als Version O bezeichnet (von A bis O). Picasso arbeitete an der Serie 1954/55. Die gesamte Serie wurde 1956 vom Sammlerehepar Ganz in einer Galerie von Daniel Henry Kahnweiler, dem Galeristen von Picasso, für 212 500 Dollar gekauft. „Les femmes des Algers“ von Picasso war laut Focus das letzte im Privatbesitz befindliche Gemälde von Picasso. Das dürfte ein wichtiger Grund für diesen Auktionserlös gewesen sein.

Inspiriert von Delacroix

Zudem war das abstrake Gemälde stark inspiriert von Eugène Delacroix (aus Urheberrechtsgründen zeigen wir hier nur die Inspirationsquelle). Delacroix malte ein Bild von einem Harem aus der arabisch-nordafrikanischen Welt. Das Bild entstand 1834 und fand damals auf dem Pariser Salon Bewunderung. Der französische König kaufte es schließlich. Die erotischen Anspielungen aus einer exotischen Welt sorgten für weitere Berühmtheit des Gemäldes. Auch Picassos Frauen von Algiers, zwar abstrakt gehalten, ist dergestalt erotisch.

Das teuerste Gemälde von PIcasso
Frauen von Algiers von Eugene Delacroix

Gewidmet Picassos Freund Matisse und weitere Reminiszensen

Zum anderen ist dieses Bild auch eine Hommage an Picassos Freund und Wettbewerber Henri Matisse. Matisse war im November 1954 gestorben, der gerne hellhäutige Konkubinen und Haremsdamen als Motive nahm und abstrakt malte.

Das Gemälde war ein Spätwerk Picassos und zitiert sich selbst, geprägt vom Romantizismus, dem von ihm geprägten Kubismus, Picassos Faszination für native afrikanische Kunst. Zudem hat das Werk seinerseits auch berühmte Künstler aus den 1960 und 1970ern wie Roy Lichtenstein oder Jasper Johns inspiriert.

Weltberühmt durch Ausstellungen

Obwohl das Bild in den 1956 Privatbesitz kam, wurde es dennoch über 60 Jahre weltweit auf Ausstellungen ausgestellt und wurde dadurch berühmt. Es wurde mehrmals im Metropolitan Museum sowie im Museum of Modern Art in New York ausgestellt. Es war im Madrider Prado zu bewundern, und in der Tate Britain und der Nationale Gallery in London. Auch im Pariser Louvre und im Centre Pompidou war es zu bewundern. Dies führte auch zu viel Beachtung in Kunst- und Fachzeitschriften und eben zu kunstgeschichtlicher Würdigung.

Das teuerste Gemälde von Picasso

Diese besonderen Hintergünde, neben der hohen Qualität des Gemäldes, dürften also ebenfalls gewichtige Gründe für den hohen Preis sein: Erstens, eines der wenigen in Privatbesitz befindlichen aber sehr berühmten Gemälde von Picasso, zweitens die Inspiration, die das Bild kunstgeschichtlich noch wertvoller macht, einschließlich die Verbindung mit Henri Matisse, und drittens und zusammenfassend, die erotische Darstellung über die Kunstgeschichte hinaus transzendierend.

Abschließend: wie sollte man einen Kunstruck von diesem Bild rahmen? Zuletzt wurde das Original mit einem schwarzen Bilderrahmen aus Holz mit Silberkante innen gesehen. Bei Rahmen-Shop.de wird eine große Auswahl solcher Bilderrahmen günstig angeboten, die einen Picasso Kunstdruck stilvoll einrahmen.

22. August 2020

Der größte Kunstraub der Welt – seit 30 Jahren Tappen im Dunkeln

Es blieben nur die Rahmen: Wird Rembrandt von Rijns „Christus im Sturm auf dem See von Genezareth“ jemals wieder auftauchen?

30 Jahre ist es nun her, dass Rembrandts 1633 entstandenes Meistwerk „Christus im Sturm am See von Genezareth“ verschwunden ist. Geklaut aus dem Isabella Stewart Gardner Museum in Bosten in den frühen Morgenstunden des 18. März 1990. Insgesamt wurden 13 Gemälde und Kunstgegenstände gestohlen, darunter auch das Bild „Das Konzert“ von Johannnes Vermeer. Dabei handelt es sich um das wertvollste jemals geraubte Bild. Das FBI schätzt den Wert der Gemälde auf 500 Millionen US$ (Stand 2010). Jedoch ist bis heute kein einziges Gemälde wieder aufgetaucht. Wer Tipps und Hinweise zu den verschwundenen Kunstwerken geben kann, dem winken bis zu 10 Millionen US$. Drei Jahrzehnte nach dem größten Kunstraub in der Museumsgeschichte widmen wir uns dieser Kriminalgeschichte, die immer noch einer Aufklärung harrt.

der größte kunstraub der welt
Wo früher Rembrandts „Christus im Sturm“ von 1633 im Museum hing, ist immer noch leicht auszumachen.

Auch ein Vermeer wurde gestohlen

Die Werke wurden ursprünglich von Isabelle Stewart Gardner (1840-1924) gesammelt und sollten eigentlich immer zusammen bleiben. Neben den herausragenden Bildern von Rembrandt und Vermeer wurde auch ein Manet, ein Degas sowie ein Flinck gestohlen. Dazu einge weitere Bilder von Rembrandt sowie auch weniger wertvolle Kunstgegenstände wie eine chinesische Vase. Das hat die Ermittler verwundert, da wertvollere Exponate hängen geblieben sind. Bei dem Vermeer „Das Konzert“ handelt es sich um einen besonders extremen Verlust. Es gibt nur 37 Vermeer zugeschriebene Kunstwerke, und bei diesem handelt es sich wohl um das Teuerste. Da die Exponate ihren festen Platz haben, wurden die leeren Bilderrahmen, aus denen die Kunstwerke entwendet wurden, hängen gelassen. Bis, so die Hoffnung, die Bilder eines Tages wieder auftauchen und an ihren angestammten Platz zurückgehen.

Das FBI vermutet die Bostoner Mafia hinter dem Kunstraub – doch der Fall bleibt ungeklärt

In den frühen Morgenstunden des 18. März 1990 tauchten zwei sich als Polizisten ausgebende Männer beim Sicherheitspersonal des Museums auf, um einem Noruf nachzugehen. Das war jedoch eine Finte, und die zwei Gangster konnten die zwei Sicherheitsleute überwältigen und fesseln. Dann begaben sie sich auf den einstündigen Raubzug durch das Museum. Kurioserweise haben sie die Bilder aus den Rahmen montiert, vielleicht um Gewicht zu reduzieren und Platz zu sparen. Das FBI verdächtigt die Bostoner Mafia hinter dem Raubzug. Bobby Donati, ein Karrieregangster der Patriarca-Familie wird als Mastermind verdächtigt. Auch „Whitey“ Bulger, dessen Gangsterkarriere vor wenigen Jahren mit dem Johnny Depp verfilmt wurde, war unter den Verdächtigen. Als Hintergrund vermutet das FBI jedoch einen familieninternen Hierarchiekrieg der Patriarca-Familie. Bobby vermutete sich auf der Todesliste seiner Gegner in der Familie und wollte möglichwerweise mit dem Raubzug seinen Boss aus dem Gefängnis erpressen, der sich für Bobby einsetzen sollte. Es hat jedoch alles nichts genützt, denn Bobby fiel 1991 einem Gewaltverbrechen zum Opfer, dass nie aufgeklärt werden konnte. Die Ermittler versuchten, die Bande mit Strafnachlass und anderen Vergünstigungen zu locken, doch es half immer noch alles nichts. Die Bilder blieben trotz intensiver Ermittlungen verschwunden. Bis heute informiert das FBI in regelmäßigen Abständen über den Fortgang der Ermittlungen.

Der größte Kunstraub: Wird der Rahmen seinen Rembrandt je wieder bekommen?

Das berühmte Bild von Rembrandt, das obiger Leerrahmen aus dem Isabella Stewart Gardner Museum seit 30 Jahren vermisst

Drei Rembrandt-Werke wurden gestohlen, wobei das wertvollste das mit 100 Millionen US$ veranschlagte biblische Bild „Christus im Sturm“ ist, übrigens der einzige Rembrandt, der eine Seeszene darstellt. Vermeers „Konzert“ wird sogar auf 250 Millionen US$ geschätzt und macht damit die Hälfte der gesamten Wertsumme der gestohlenen Exponate aus. Vermeers Bild gilt als das teuerste jemals gestohlene Bild und wird weiterhin von seinem Bilderrahmen im Gardner Museum vermisst. Deshalb darf man wohl mit Fug und Recht behaupten, dass der größte Kunstraub der jüngeren Menschheitsgeschichte auch die leersten Bilderrahmen der Welt hinterlassen hat.

Die leersten Bilderrahmen der Welt – und was es damit auf sich hat

Als Kunstsammlerin hat Isabelle Stewart Gardner das Gebäude, indem sich das Museum befindet, extra Anfang des 20.Jahrhunderts bauen lassen und bis zu ihrem Tod in 1924 eingerichtet. Sie hat verfügt, dass die Kunstgegenstände nicht verrückt werden dürfen und ein Stiftungsvermögen von 3,6 Millionen US$ zur Verfügung gestellt. Allerdings war das Museum in den 1980ern in finanzieller Schieflage, und es wurde auch an Sicherheitsstandards gespart. Deshalb bedeutet der größte Kunstraub der Welt heute auch die leersten Bilderrahmen der Welt, die immer noch, seit 30 Jahren, unverändert an ihrem Platz sind, bis die Bilder dereinst hoffentlich wieder ihren Weg dorthin finden. Wenn Sie einen Hinweis haben – es winken zehn Millionen US$.

der größte kunstraub der welt
Das Isabelle Stewart Gardner Museum in Boston: Hier fand der größte Kunstraub in der neueren Geschichte statt, der bis heute ungeklärt ist.

24. Juli 2020

Der größte Bilderrahmen der Welt

Der größte Bilderrahmen der Welt hängt nicht in einem Museum oder einer Kathedrale. Er steht seit 2018 in Dubai und ist dort seitdem eine der beliebtesten Tourismus-Attraktionen des arabischen Emirats. Was hat es mit diesem außergewöhnlichen Bilderrahmen auf sich mit dem passenden Namen Dubai Frame?

Der größte Bilderrahmen der Welt, der "Dubai Frame"

Neuer Glanzpunkt in Dubai

In Dubai wird geklotzt und nicht gekleckert. Der Dubai Frame steht in Dubai im Zaabel Park und gilt als ein neuer Glanzpunkt der reichen arabischen Wüstenstadt. Sowohl bei Touristen als auch bei Einheimischen steht das einzigartige Bauwerk ganz oben auf der Liste der Attraktionen. Auf 150 Meter Höhe können Besucher einen spektakulären Blick auf die Altstadt Deiras, die Ufer des Arabischen Golfs, die arabischen Dünen sowie die Wolkenkratzer der Dubai Marina nehmen.

Keine Angst vor Glasbruch bei dem Dubai Frame

Einzigartig am Dubai Frame ist die Glasbrücke. Diese 25 Quadratmeter große Fläche in der Mitte verbindet die beiden „Rahmenschenkel“ mittels einer insgesamt 95 Meter langen Brücke miteinander. Auf 150 Meter Höhe kann es einem schon einmal schwindelig werden, wenn man keinen Boden unter den Füßen sieht. Das Tourismusbüro von Dubai versichert jedoch, dass nur hochwertige Materialien verwendet werden und ein Glasbruch absolut ausgeschlossen werden kann. Dies dürfte der größte Bilderrahmen der Welt so manchem herkömmlichen Bilderrahmen voraus haben 🙂 .

größte bilderrahmen der Welt
Spektakulär: Der größte Bilderrahmen der Welt steht seit 2018 in Dubai

Der größte Bilderrahmen der Welt mit Museum

Wer in ein Museum oder eine Kunstausstellung geht, den erwarten in der Regel viele Kunstwerke in Bilderrahmen. Beim Dubai Frame ist es umgekehrt. Sie betreten einen Rahmen, und in diesem Rahmen gibt es eine Museumsgalerie, die die Geschichte Dubais aufbereitet. Neben den Ausblicken von oben auf das alte und das neue Dubai kann man die Geschichte der Stadt also auch innerhalb des Rahmens kennen lernen. Denn im unteren Bereich des Dubai Rahmens ist eine Galerie untergebracht, in der multimediale Präsentationen einschließlich speziell ausgewählten Düften die Geschichte Dubais vom Perlenfischerdorf zur Großstadt erlebbar machen. Der größte Bilderrahmen der Welt lässt Dubai also zweifach spektakulär erleben.